Ratten haben Angst vor neuem und Unbekannten. Neue Umgebungen, Gerüche und Geräusche setzen sie sehr unter Stress und deshalb brauchen sie eine ausgedehnte Eingewöhnungsphase.
So oder so - jeder Umzug bedeutet Stress für ein Tier, deshalb sollte man immer gewisse Regeln beachten, um die Neuzugänge schneller zahm zu bekommen. Wichtig ist, dass sich die Ratten erst einmal an die neue Umgebung gewöhnen. Die Tiere müssen merken, dass von der Umgebung und von den Menschen im näheren Umfeld keine Gefahr ausgeht. So spannend neue Haustiere Ihnen erscheinen mögen - gehen Sie das Thema langsam und mit Ruhe an. Eine Ratte sollte wie jedes andere Haustier ohne schlechte Erfahrung in ihren Rattenkäfig einziehen können.
Das Einsetzen in den Käfig ist stressfrei für Ihre Ratten, wenn Sie die Transportkiste geöffnet in den Rattenkäfig stellen. Danach sollten Sie einen Meter Abstand zum Rattenkäfig einnehmen. Die Ratten müssen selbst entscheiden dürfen, wann sie die Transportbox verlassen.
So gemein das Folgende für den Menschen klingt - für die Beziehung Mensch und Tier ist es nur förderlich. Eine Faustregel besagt, dass neue Ratten in den ersten ein bis zwei Wochen nicht aus dem Rattenkäfig sollen! Prinzipiell geht es darum, dass erst die Gerüche, Geräusche und Menschen im Raum kennengelernt werden sollen, bevor ein neues Zimmer dazu kommt. Außerdem brauchen die Ratten mindestens 24 Stunden, um sich von ihrer Reise zu erholen. Der Rattenkäfig sollte gerade in dieser Zeit nicht bewegt oder umdekoriert werden!
Fangen Sie nach einigen ruhigen Stunden oder am nächsten Tag damit an, Ihren Ratten vor dem Gitter gut zuzureden und halten Sie dabei einen respektvollen Abstand zum Käfig. Wenn Ihre Ratten neugierig auf Sie sind, dann können Sie mal ein Leckerchen durch das Gitter stecken oder vielleicht sogar schon mutig zwei aneinandergelegte Finger durchhalten, damit sie Ihren Geruch kennenlernen. Wenn Ihre Ratte selbst auf die durch das Gitter gehaltenen Finger klettert, dann dürfen Sie dieses Verhalten durchaus fördern. Sie als Mensch sollten dabei den eher passiven Part einnehmen. Nur Ratten, die beim Vorbesitzer eine gute soziale Menschenprägung mit auf den Lebensweg bekommen haben, sind auch in den ersten Tagen bereits halbwegs zutraulich.


